Wer sind denn heute eure “Stehaufmaennchen” d.h. wen coacht ihr?

Wir von STEHAUFMAENNCHEN versuchen an jedem Touchpoint mit dem Kunden aufklärend zu arbeiten. Das heißt bei Impulsvorträgen, Messeauftritten, in unserem eigenen Büro und natürlich auch bei Besuchen in Coworking Spaces oder bei Corporates bringen wir unser Ideal von guter Arbeit mit.

Ein starkes Beispiel ist die Firma Wollmilchsau aus Hamburg, dort haben wir das ganze Team mit Balance Boards aus dem Hause STEHAUFMAENNCHEN ausgestattet. Bei einer Veranstaltung in Düsseldorf traf ich dann auf meinen Kontakt, der mir stolz berichtete, dass sich das ganze Team nun auch für Stehtische ausgesprochen habe und sie bereits ausgeliefert wurden. Nun sei unter den Mitarbeitern ein großer Hype um das Stehen und die höhere Produktivität und Aktivität am Arbeitsplatz entstanden. Man tausche sich mehrfach täglich aus. Da geht mein Herz natürlich auf.


Hat unsere Körperhaltung nur Einfluss auf die physische oder auch die psychische Verfassung?

Eine gute Physis ist oft der Schlüssel zu einer guten psychischen Verfassung, unser Körper ist sensibel wenn es um unsere Gesundheit geht. Es geht darum Signale zu deuten, damit frühzeitig auf drohende Probleme reagiert werden kann. Ich verweise auf das Stichwort Prävention.

Wie bereits in der letzten Frage angedeutet, wirkt sich die körperliche Ausgeglichenheit auch auf die menschliche Psyche aus. Die Körperhaltung spielt an dieser Stelle eine entscheidende Rolle. Da eine gerade Wirbelsäule den Blutfluss fördert, werden die beiden Volkskrankheiten Rücken- und Kopfschmerzen vorgebeugt.

Meiner Meinung nach kann ein Mensch nur dann 100% leisten, wenn er auch zu 100% gesund ist. Ein Faktor, der maßgeblich über wirtschaftlichen Erfolg bestimmt.

Wir kennen es alle: der unkontrollierte krumme Rücken an einem langen Arbeitstag

Glaubst du in Zukunft wird überhaupt noch jemand 8h am Tag am Schreibtisch sitzen? Wo geht die Reise hin?

Ein klares – nein!

Das Büro der Zukunft hat mit den eingestaubten Großraumbüros oder Cubicles herzlich wenig zu tun. Wir alle werden viel weniger an einem Ort arbeiten, als das vielleicht noch vor 10 Jahren der Fall war. Auch die großen Corporates haben mittlerweile begriffen, dass ein Großteil der Mitarbeiterzufriedenheit von den Arbeitsbedingungen abhängt. Ein flexibler Arbeitsort und selbstbestimmte Arbeitszeiten sind für mich der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg, eine ausgewogene Mischung ist hier gefragt. So werden, die für mich entscheidenden Erfolgsfaktoren, Gesundheit, Freiheit und Motivation gefördert.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft, mit +18 Millionen Büroarbeitsplätzen, für sich realisiert hat, dass 8 Stunden am Arbeitsplatz zu sitzen, um dabei Zeit totzuschlagen, ein Modell der Vergangenheit ist. Nicht umsonst schauen etablierte Unternehmen mit staunendem Gesichtsausdruck auf die rasante Geschwindigkeit junger Unternehmen, die für mich klar den Innovationsgrad unserer Wirtschaft bestimmen.

Selbstbestimmung geht über Fremdbestimmung, nicht zuletzt bei der Gestaltung des Arbeitstages.

Kleine Gebrauchsanweisung für alle Neuankömmlinge

Kannst du dir eine Woche “Beachoffice” in der Hängematte vorstellen?

Aber hallo, wer kann das nicht!? Allerdings würde ich es mir schon erlauben die eine oder andere Stunde im Stehen arbeitend an einer Bar, mit einer Kokosnuss in der Hand, zu verbringen. Da sollte die Fantasie keine Grenzen kennen.

Hast du zum Abschluss eine kleine Challenge für unsere Leser, die sie im Arbeitsalltag angehen können?

Selbstverständlich.

Liebe Leser, probiert mal aus Euch morgens die ersten 30-60min im Stehen um die ungelesenen Mails zu kümmern oder erste Telefonate zu führen. Das Gleiche wiederholt Ihr vor allem nach der Mittagspause, die ihr möglichst an der frischen Luft mit einem kurzen Spaziergang verbindet.

Der Einstieg am morgen und Wiedereinstieg nach dem Essen sind die wichtigsten Zeitpunkte eures Arbeitstag. Mit dieser Routine werdet ihr besser und effektiver in dem was ihr tut.

Allerdings fängt ein ausgeglichener Arbeitsalltag schon mit dem Weg ins Büro an, ich stehe in der Bahn oder fahre mit dem Rad. Ich nehme in 90% der Fälle eine Treppe, aus Überzeugung. Sitzen ist eine Schonhaltung, sie nicht euren Büroalltag, sondern nach Feierabend den Abend auf der Couch bestimmen.

2018-11-20T11:14:07+00:00 29.10.18|